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  • VWW: Favoriten Jetzt

    17. Oktober 2020 14:00 bis 19:00

Wir haben etwas ganz Besonderes für euch: einen Ausflug in den bevölkerungsreichsten Bezirk von ganz Österreich! Wenn Favoriten eine eigene Stadt wär, wär sie mit den rund 200.000 hier lebenden Menschen die viertgrößte in Österreich. Und das merkt man auch, wenn man in Favoriten unterwegs ist: hier ist es jung, laut, divers, musikalisch und dynamisch. Favoriten hat sich die letzten 150 Jahre stets gewandelt. Und das ist auch gut so.

Favoriten ist neben Ottakring und dem ersten Bezirk der bekannteste städtische Bezirk in Österreich. Grund dafür sind unter anderem die Ankerbrotfabrik, FK Austria Wien, die Kabarettshow Christoph & Lollo, der Böhmische Prater, der Hauptbahnhof, die Schneckenfarm Gugumuck  und die zahlreichen Weinproduzenten, die legendäre Tichy Eisdiele, das Amalienbad, das neue Sonnwendviertel und die böhmische Ziegeltradition. Als Arbeiterbezirk hat Favoriten einen ganz eigenen Charakter und sowie Atmosphäre

Auf diesem Walk lädt euch Eugene dazu ein, seinen Lieblingsteil der Stadt mit ihm zu entdecken. Was macht den 10ten so speziell? Hinsichtlich Sprache und Kultur im Wiener Süden sieht Eugene Parallelen zum East End in London – dem Zuhause der Cockneys. Zwei stolze, eigenwillige Stadtteile, die ihre eigenen Dinge im Schilde zu führen scheinen (ganz anders als zum Beispiel Penzing, Hernals, Landstraße oder Simmering).

Rund um den Viktor Adler Markt und die U-Bahn-Station Reumannplatz findet man hier eine Energie und einen Mix an Leuten, die man im Rest der Stadt oft weniger spürt. Hier ist es pulsierend, voller Leben und manchmal auch wild. Zusammen werden wir über die Herausforderungen sprechen, wie herausfordernd es ist, ein neues Quartier wie das Sonnwendviertel zu bauen, und dabei bemerken, wie unterschiedlich das östliche und westliche Ende der Stadt sind. In der Fußgängerzone Favoritenstraße vom Reumannplatz hinauf zum Columbusplatz findet man ein ähnlich gutes Straßentheater wie am Yppenplatz oder Donaukanal (Eugene nennt dieses Fellinieske Phänomen das Straßenkapital). Andere belebte Orte, die wir besuchen werden, sind die MA 17 am Keplerplatz (das wirklich exzellente Magistrat für Integration und Diversität) und der Viktor Adler Markt mit seinen verschiedenen Gerüchen und Eindrücken sowie das phantasievolle Gemeinschaftszentrum der Caritas. Der Helmut Zilk Park ist außerdem einer der besten und lustigsten Parks in Wien, mit einem ungewöhnlichen Spielplatz und spektakulären Aussichten auf die vorbeifahrenden Züge und das Arsenal.

Welchen Herausforderungen steht dieser Bezirk gegenüber?

Die südliche U1-Erweiterung verbindet die Stadt Zentrum mit der Therme Oberlaa. Auf dem Weg dorthin begegnen wir Street Art, Kreta und einer einzigartigen Highline von Wien – einer verlassenen höher gelegenen Straße mit tollen Aussichten auf Wien. Auch die Brotfabrik, den Böhmischen Prater, die Per Albin Hanson Siedlung und den ersten Gemeindebau, den Wien seit den 20er Jahrhunderten gebaut hat: den Barbara Prammer Hof. Wie hat sich der soziale Wohnbau im Aussehen und Lebensgefühl verändert seit dem Beginn des neuen Jahrtausends?

Am Ende unseres Walks werden wir ein Glas G’mischten Satz in einem außergewöhnlichen Heurigen trinken.

Sprache: freestyle Deutsch

Unkostenbeitrag: 10€. Kein Reservierung ist möglich. Nichts wird ausverkauft, weil unserer Spaziergänge unbegrenzte Teilnehmer zahlen haben.

Treffpunkt: vor dem Tichy Eisladen, Reumädchenplatz (U1 Reumannplatz)

Zeit: 14-19 Uhr (ein 5 stündiger Walk – aber ihr könnt jederzeit gehen, wenn ihr möchtet)

Datum: Samstag, 17. Okt,  2020, bei jedes Wetter

Bummelmeister: Eugene Quinn

Fidelia Gartner (TU Raumplanung/ISRA) und Lisa Fuchs (Max Planck Institute) haben diese Seiten schön übersetzt. Danke.

Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung der Wirtschaftsagentur Wien und über die Förderung von Wien Tourismus, der Mobilitätsagentur und diversen Mediengruppen. Außerdem sind wir stolz, dass wir in die Initiative Reparatur der Zukunft aufgenommen wurden, eine Kooperation von Ö1, Forum Alpbach, Ars Electronica und Akademie der bildenden Künste Wien.