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  • WIEN LEBT 2018 – AUF DER WOHNSTRASSE

    27. April 2018 bis 15. Oktober 2018

Von April bis Ende Oktober 2018 erforschen wir ins unserer Projektreihe WIEN LEBT anhand von Beispielen im 15. und 16. Bezirk, was es mit dem Konzept der Wohnstraße auf sich hat – wozu sie geschaffen wurde und inwiefern sie von AnwohnerInnen tatsächlich als Wohnraum genutzt wird. Gemeinsam mit AnwohnerInnen und anderen StadtarbeiterInnen wie dem Kollektiv Raumstation und geht-doch.wien gestalten wir WOHNSTRASSENLEBEN: Wir nehmen den Begriff Wohnstraße wörtlich und schauen, was es braucht, um eine Wohnstraße „wohnzimmertauglich“ zu machen. Welche Möbel sind praktisch und braucht es überhaupt Möbel um zu plaudern und sich auszutauschen? Welche Spiele taugen zum Spielen in der Wohnstraße? Denn es wäre großartig, wenn die eine oder andere Wohnstraße in Zukunft wirklich als verlängertes Wohnzimmer von Menschen aller Altersgruppen im jeweiligen Grätzel genutzt wird.

Erste Umfragen haben gezeigt, dass viele AnwohnerInnen gar nicht wissen, dass sie in einer Wohnstraße leben. Und was auf einer Wohnstraße erlaubt ist oder nicht, wissen generell nur wenige: Hier darf man spielen, gehen, Zeitung lesen, Fahrrad fahren (ja, auch gegen die Einbahn) oder zum Parkplatz in Schrittgeschwindigkeit zu- und abfahren.

UNS GEHÖRT DIE STADT!
WIEN LEBT ermuntert mit unserem diesjährigen Motto „UNS GEHÖRT DIE STADT“ zu einer konkreten Teilhabe an und Mitgestaltung des uns umgebenden Stadtraumes.

Wir laden daher noch bis Ende September zu WOHNSTRASSENLEBEN: Lasst uns doch gemütlich im Liegestuhl sitzen, ein Buch lesen oder plaudern, ein Rad schlagen, mit dem Roller Kurven drehen oder mit dem Fahrrad gegen die Einbahn fahren. Das nächste Mal schlagen wir unser Wohnzimmer am 25. Mai 2018, von 12 bis ca. 14 Uhr im 16. Bezirk in der Wohnstraße Gaullachergasse zwischen Kirchstetterngasse und Haberlgasse auf. Mit dabei natürlich wieder: Kollektiv Raumstation und geht-doch.wien.

WOHNSTRASSENLEBEN AUF DER ZINCKGASSE
1150 WIEN, FR / 27. April

Fotos: © Ákos Burg

Auf der Zinckgasse im 15. Wiener Gemeindebezirk näherten wir uns gemeinsam mit dem „Kollektiv Raumstation“ und „geht-doch.wien“ am Freitag, 27. April auf spielerische Weise dem Thema: Auf der selten genutzten Wohnstraße richteten wir eine „Wohnung“ ein – wir zeichneten Zimmer und einen Garten am Asphalt ein, stellten Möbel auf und suchten MitbewohnerInnen. Im öffentlichen Wohnzimmer von allen gab es natürlich auch Kaffee und Kuchen.  Im Wohnstraßen-Garten wurden Spiele getestet. Erstes Fazit: Ein Renner könnten 50-Sekunden-Spiele werden, die man kurz für ein einfahrendes Auto unterbrechen kann.

Das erste WIEN LEBT WOHNSTRASSENLEBEN-Experiment auf der Zinckgasse im 15. Bezirk zeigte: Das Konzept der Wohnstraße wurde rasch verstanden und dieser öffentliche Spielraum schnell und gern erobert. Selbst Autofahrer reagierten neugierig auf das Geschehen und hielten sich beim Fahren in der Wohnstraße an die erlaubte Schrittgeschwindigkeit. So manche Erwachsene zeigten aber noch vorsichtiges Vertrauen in die AutofahrerInnen und fragten sich: Kann man die ansässigen Schul- oder Hortkinder tatsächlich auf der Wohnstraße spielen lassen? Unser Test hat gezeigt: Man kann.

 

Und so laden wir euch herzlich zum WOHNSTRASSENLEBEN ein:

27. April 2018, 13-15 Uhr in der Wohnstraße Zinckgasse, 1150
25. Mai 2018, 12-14 Uhr in der Wohnstraße Gaullachergasse zwischen Kirchstetterngasse und Haberlgasse, 1160
29. Juni 2018, 11-14 Uhr in der Wohnstraße Alberichgasse/Markgraf Rüdiger-Straße, 1150
geplant: „Tag der Wohnstraße“, 28. September 2018

Und darüber hinaus: Ihr habt eine Wohnstraße vor der Tür – nutzt sie. Denn alle dürfen jeden Tag auf der Wohnstraße wohnen!

 

 

Kuratorin und Kontakt: brigitte.vettori@spaceandplace.at

WIEN LEBT-Team 2018:
Brigitte Vettori, Julia Scharinger-Schöttel, Corinna Wachtberger,
Fidelia Gartner, Christine Steindorfer

Kooperationspartner*innen 2018:
Kollektiv Raumstation
geht-doch.wien

 

Wir danken unseren Fördergebern, dem Verein Stadtimpuls sowie Wien Kultur, für die Zurverfügungstellung der finanziellen Mittel für die Durchführung von WIEN LEBT 2018.

Ihr wollt mehr über unsere Projektreihe WIEN LEBT erfahren? Das könnt ihr hier.