• WIEN LEBT 2017 – g’mischte Sätze

„Gemischte Sätze“ ist ein Projekt der beiden „Stadtforscherinnen“ Ursula Kermer und Julia Scharinger-Schöttel, welches durch die Unterstützung von WIEN LEBT 2017 realisiert werden konnte und im Rahmen der Auftaktphase der Projektreihe auch Premiere feierte.
Es wurden Menschen nach Sätzen aus ihrer Alltagssprache, die mehrsprachig gebildet sind, befragt und somit neue Sprachformen und Redewendungen entdeckt. Die beiden suchten Worte, Ausdrücke und Satzkonstruktionen von mehrsprachigen Wienerinnen und Wiener, die in ihrer Kommunikation mehrere Sprachen mischen.
„Lan“ der türkische Ausspruch für „Hey Euda“ oder das arabische Wort „Yalla“, als Aufforderung „Los! Gemma!“ zum Beispiel mischen sich häufig in den deutschen Sprachgebrauch. Das Projekt sollte illustrieren, wie lebendig Sprache ist und wie sich speziell die deutsche Sprache durch Migration weiterentwickelt und Vielfalt abbildet.

(c) Heidi Pein

G´mischte Sätze ist eine Sammlung umgangssprachlicher Redewendungen gemischter Sprachen aus dem öffentlichen Raum in Wien. Das Projekt soll illustrieren, wie lebendig Sprache ist und wie sich speziell die deutsche Sprache durch Migration weiterentwickelt wird und Vielfalt abbildet.

Die Sammlung der „g’mischten Sätze“ wurde von der Künstlerin Julia Scharinger-Schöttel illustriert und typografisch gestaltet. In kleinen Szenen werden Redewendungen, Situationen und AkteurInnen anschaulich vermittelt. Die Bilder sollen die Wahrnehmung der BetrachterInnen anregen, Mehrsprachigkeit im Alltag, also im Wiener Öffentlichen Raum zu bemerken und diese Vielfalt als bereichernde Erweiterung der deutschen Sprache anzuerkennen.

Aufgrund des Projekterfolgs sind die gemischten Sätze von Scharinger-Schöttel und Kermer auch weiter an verschiedenen Orten zu sehen. So z.B. am ersten Adventsonntag (03.) im Kunstraum & Wohlfühlort Sonntagszimmer aber auch bei der Abschlussveranstaltung von WIEN LEBT 2017 im brut-Ausweichquartier Theater Nestroyhof Hamakon am 11. November.